Bewegung

Weißt Du, wo Du stehst?

Das eine aufrechte Haltung gut für unsere Gesundheit ist, haben wir alle schonmal irgendwo gehört, und man assoziiert damit meist einen geraden Rücken und einen aufgerichteten Brustkorb. Wenn Du wissen willst, wo und wie Du stehst, zeige ich Dir hier eine sehr einfache Methode, um genau das herauszufinden.

Die daraus gewonnene Information kann Dir als Wegweiser dienen, vor allem dann, wenn Du an Schmerzen leidest. Angefangen bei einem Fersensporn bis hin zu Rücken- oder Nackenschmerzen. Aber nun Butter bei die Fische“:

Stelle Dich aufrecht hin, und zwar in Deine natürliche Haltung. D.h. Du versuchst hier nicht Deine Haltung zu korrigieren, sondern möglichst die Haltung einzunehmen, in die Du Dich natürlicherweise begibst, wenn Du zum Beispiel irgendwo an der Kasse warten musst. Du kannst dafür auch einfach ein paar Schritte gehen und dann zum Stehen kommen. Das ist Deine natürliche Haltung.

Jetzt richte Deine Aufmerksamkeit auf Deine Füße. Ist Dein Gewicht gleichmäßig auf beide Füße verteilt? Nimm Dir ruhig ein bißchen Zeit, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Wenn Du grob die Gewichtsverteilung eingeschätzt hast, dann nehmen wir uns jetzt jeden Fuß einzeln vor: Beginne rechts oder links, und prüfe die Gewichtung vorne/hinten. Hast Du das Gefühl, mehr auf den Fersen zu stehen oder mehr vorne in Richtung Zehen? Welche Punkte kannst Du spüren? Oder welche Punkte kannst Du nicht spüren? Nehme Dir auch hier genügend Zeit, um ein entsprechendes Bild zu bekommen.

Als nächstes fühlst Du, ob Du auf dem jeweiligen Fuß mehr innen stehst, oder außen. Du kannst bei der Ferse beginnen – stehst Du mittig auf der Ferse, oder tendiert Dein Gewicht eher nach innen oder außen? Dann zum Vorderfuß – spürst Du mehr Gewicht im Bereich des großen Zehs oder mehr in Richtung des kleinen Zehs? Wenn Du damit fertig bist, gehst Du mit dem anderen Fuß durch den selben Prozess.

Die Ergebnisse kannst Du grafisch festhalten durch eine einfache Zeichnung, und damit hast Du ein recht genaues Bild Deiner Haltung. Da unsere Füße im Stehen und auch im Gehen der erste Kontaktpunkt mit dem Boden sind, haben sie eine besondere Bedeutung. Je nachdem, wie wir stehen und wie wir gehen, löst dies mit jedem Schritt eine Kettenreaktion im Skelett-, Muskel- und Fasziensystem aus. Doch bleiben wir hier bei den Füßen:

 

Der Fuß ist ein „Dreibein“, d.h. wir haben hier drei wesentliche Kontaktpunkte mit dem Boden, die für unsere Statik sehr bedeutend sind. Das ist die Ferse, das Großzehengrundgelenk sowie das Kleinzehengrundgelenk. Idealerweise ist die Gewichtung hier gleichmäßig verteilt. Durch Deinen „Fuß-Scan“ solltest Du einen Eindruck haben, ob dies der Fall ist.

Ein Fersensporn zeigt sich häufig mit einer erhöhten Belastung in Richtung Ferse, und eine erhöhte Belastung kann Entzündungen hervorrufen. Ein Senk-Knickfuß zeigt ebenso wie ein Plattfuß typischerweise eine Gewichtung nach innen, während ein Hohlfuß sich nach außen gewichtet. Beim Hallux valgus finden wir häufig einen Plattfuß. Wenn Du keine Beschwerden in den Füßen selbst hast, können jedoch Deine Rücken-, Schulter- oder Nackenschmerzen mit der Stellung Deiner Füße zusammenhängen. Als Sportler ist dies besonders interessant, weil wir durch Sport unseren Körper forden und belasten (Belastung zunächst im positiven Sinne). Wenn Strukturen, die sowieso schon mehr tragen müssen als gedacht, nun eine zusätzliche Last tragen müssen, kann dies schneller zu Überbelastungen und Verletzungen führen.

Ein Fuß, der nicht richtig steht, kann auch nicht richtig gehen und dies führt früher oder später zu Kompensationen im gesamten Skelett-, Muskel- und Fasziensystem.

Kann man daran etwas ändern? Der allgemeine Konsens beantwortet diese Frage gerne mit „nein“, und bietet hier gerne Einlagen an. Meine Erfahrung zeigt, daß „man“ sehr wohl etwas daran ändern kann. Genau das biete ich mit meiner 3D-Skelettkorrektur an, die auf der Methode „Anatomy in Motion“ basiert. Besonders eindrucksvoll kann dies durch einen tatsächlichen Fuß-Scan vom Orthopäden gezeigt werden – doch genauso gut solltest Du in der Lage sein, die Veränderung in der Gewichtsverteilung mit Deinen eigenen Sinnen zu spüren.

In diesem Sinne hoffe ich, daß Du neue Informationen gewonnen hast, die Dich auf Deinem Weg voranbringen. Natürlich unterstütze ich Dich dabei sehr gerne.

Hier geht’s zu meinem Coaching:

https://dragonmovement.de/coaching/

Und hier zu meiner therapeutischen Arbeit:

http://schmerztherapie-ruppel.de/3d-skelettkorrektur/

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